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Nach dem Totalausfall der Pilzernte im letzten Jahr steigt in diesem Jahr nach einigen Regenfällen die Chance auf leckere Pilzgerichte. Alljährlich bekommen im Herbst meine Pilzsammeltipps für Anfänger aus den letzten Jahre viele Klicks. Teil 1-3 verlinke ich am Ende dieses Beitrages.

 

Aus aktuellem Anlass geht es in diesem Beitrag um den Riesenbovisten. Nein, das sind NICHT diese graubraunen Dinger, die mächtig stauben, wenn man drauf tritt. Riesenboviste sind, wie der Name schon vermuten lässt, viel größer, kugelig , außen weiß bis beige und auf der Schnittfläche homogen schneeweiß. Sie erreichen Größen bis zu Handball- oder gar Fußballgröße.

Diese Exemplare fand ich „nebenbei“ auf dem Golfplatz:

 

Auf dem Foto liegen alle 4 nebeneinander auf der heimischen Wiese. In freier Wildbahn findet man sie am ehesten am lichten Waldrand, etwa so:

 

 

Sie haben nicht den typischen Hut und Stiel, wie man es z.B. von Champignons kennt. Auf dem folgenden Foto erkennt man gut die große Kugel und ihren in Relation dazu winzigen Wurzelbereich.

 

Wenn man den Riesenbovisten durchschneidet, blickt man auf eine schneeweiße, homogene Schnittfläche. Das ist in etwas so, als ob man einen großen Radiergummi durchschneidet.

 

 

Zum Putzen den Pilz gründlich waschen, nicht entfernbare Erdreste abschneiden und Tierfraßspuren großzügig entfernen.

 

Sehr bekannt ist die Zubereitungsart als Schnitzel: Den Bovisten in dicke Scheiben schneiden, in Ei und gesalzenem Paniermehl wenden und wie ein Schnitzel braten. Wir bevorzugen jedoch die Zubereitung als Ragout zu Reis oder Pasta.

 

Ragout aus Bovisten

Riesenbovisten geputzt und gewürfelt

1 dicke Zwiebel in Würfeln

Gemüsebrühe

Frühlingszwiebeln oder Lauch  in feinen Ringen

Sahne

Salz, Pfeffer und ein Hauch Knoblauch

frische Petersilie

 

 

Und so geht’s:

Zwiebel in etwas Öl glasig werden lassen, Bovistenwürfel mit anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Köcheln, bis die Pilze fast gar sind. Dann die Frühlingszwiebeln zugeben und zu Ende garen. Zum Schluß die Sahne dazu geben und  abschmecken , Petersilie gibt den letzten Schliff.

Spaghettis separat kochen und für mindestens 10 Minuten mit zum Pilzragout in den großen Topf geben, damit sich die Pasta mit der Soße vollsaugt. Auf dem Teller mit gehobeltem Parmesan und Petersilie anrichten.

 

 

 

 

Wie immer gilt für alle Pilz-Unerfahrenen: Im Zweifel IMMER einen Pilzkenner zu Rate ziehen! Und das lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!


Und hier kommen noch die links zu meinen ersten 3 Pilzartikeln:

Pilze suchen für Anfänger

Pilze suchen für Anfänger Teil 2: Maronen Röhrling

Pilze suchen für Anfänger Teil 3: Der Rotfußröhling

Man liest sich!

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Zitronenzucker

Neulich klagte ein Freund darüber, dass die Torte einfach nicht so gut schmecke wie sonst, weil keine Zitronenzucker mehr im Hause gewesen sei. Zitronenzucker? Was ist das denn? Nie gehört! Google hilft : Ah ein Fertigprodukt von Dr. Oe und Kollegen, ein aromatisierter Zucker, der gleichzeitig süß und sauer schmeckt. Ob man das selbst herstellen kann?

Sämtliche Bio-Zitronen, die ich in der letzten zeit verbraucht habe, wurden vor dem Auspressen nackig gemacht und der Abrieb auf dem Fensterbrett getrocknet.

 

Im Glas sind die getrockneten und gesammelten Schalen zu sehen. Heute habe ich den Abrieb mit etwa  der 3fachen Menge Zucker vermischt und alles im Mixer zerkleinert.

 

Das Ergebnis erinnert optisch etwas an Paniermehl, schmeckt aber glücklicherweise aromatisch süß/sauer.

 


Einen kleinen Teil des Zitronenzuckers habe ich versuchsweise noch mit etwas Zitronensäure in Pulverform vermischt, mal sehen, ob das Vorteile bringt.

Der Zitronenzucker wird jetzt in ein dekoratives Glas gefüllt und dem oben erwähnten Freund geschenkt. Wir wollen doch immer perfekte Torten bei ihm essen! (Gruß an dich, Volker!)

Man liest sich!

Strickjacke Bärbel

Tatsächlich ist hier eine Strickjacke fertig geworden! Hab‘ gerade im blog eeeewig zurück gescrollt, wie lange ich das Garn schon habe: Januar 13!  

 

 

In dem post ist auch schon die Maschenprobe zu sehen. Die Jacke war auch zackzack fertig -bis auf die letzten 10 cm an beiden Ärmeln. Sobald die spannenden Areale fertig gestellt sind und nur noch geradeaus gestrickt wird, ist es für mich langweilig. So lag die Jacke 6 Jahre unfertig in der Ecke rum und wurde nun aber wirklich beendet.

Ich hatte Notizen gemacht, um die Anleitung dazu zu veröffentlichen, ABER: Selbige sind verschwunden, keine Ahnung mehr, wie ich die Jacke gestrickt habe!

Alle Kanten der Jacke rollen sich dekorativ, das bildet einen schönen Kontrast zu der ansonsten sehr schlichten Machart.

 

Im Nachhinein hätte die Jacke insgesamt etwas weiter sein können, eigentlich hatte ich mir einen oversized style gewünscht. Wie (fast) alle meine gestrickten Sachen wird auch diese Jacke wohl eher nicht getragen werden.

 





Die Garn Kombination ist toll: Federleicht und doch wärmend.

Gesehen hatte ich damals eine ähnliche Jacke bei Ravelry von bholstraeter und mit ihr über Konstruktion gemailt. Ihr zu Ehren heißt meine Jacke nun „Bärbel“.

Schönes WE!

Socken gestrickt…

Nach (gefühlter?) jahrelanger Strickabstinenz sah ich mich an einem regnerischen Wochenende bei Ravelry um und entdeckte ein Paar Socken, das mich sofort und total anfixte. Es war dieses von dorotheac gestrickte Modell, das mein Herz in Windeseile eroberte und mich zum sofortigen Wolle bestellen animierte.

Meine Socken sind also „nur“ nachgestrickt, die Idee stammt von dorotheac. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank, meine Liebe!

 

Wer jetzt auf eine komplette Anleitung hofft, den muss ich enttäuschen. Dennoch kann man dieses Modell nachstricken, wenn man bereit ist, ein wenig Zeit und Mühe zu investieren.

Grundlage ist meine Anleitung „Basic Toe Ups„, es wird also von der Sockenspitze aus nach oben gestrickt.

 

 

 

Zunächst hatte ich mit den üblichen 64Maschen für Gr. 40 und Nadeln 2.5 begonnen. Das Lochmuster scheint jedoch mehr Breite zu ergeben, so dass ich ribbelte und erneut mit 60 Maschen und Nadeln 2.25  startete.

Das Lochmuster entdeckte dorotheac in dem Buch „Die Strickmusterbibel“ von Hitomi Shida; es ist das Muster Nr. 45. Per Blick ins Buch kann man bei Amazon vom Ipad aus  auch das Muster 45 nebst chart ansehen ;-), auf dem MAC geht das seltsamerweise nicht.

Der Lochmusterstreifen wird jeweils auf der Fußaußenseite angeordnet und die Maschenverteilung ist genauso wie bei meinem Muster „Asymmetria

 

Das Muster strickt sich keinesfalls auswendig, die Logik dahinter habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Sonderlich schwierig ist es dennoch nicht, hat wirklich Spaß gemacht . Das Magnetbrett samt chart muss halt immer dabei sein.

 

Das Ergebnis finde ich absolut überzeugend und die Socken werden ab sofort im Beruf in offenen Birkenstocks zur Schau gestellt…ääähhhh…getragen, meinte ich….

Besonderes Grüße an dorotheac und: Man liest sich! Schon bald!

Kleine Vorschau

Ein privates (fast)perfektes Dinner

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung eine Bemerkung vorweg: Im folgenden Text kommt möglicherweise Werbung vor. Ich habe weder eine Kooperation , noch verdiene ich in irgendeiner Weise an den links. Ich gebe hier ausschließlich meine freie Meinung wieder.

Da wir gerne kochen, wird hier mit Begeisterung hin und wieder „Das perfekte Dinner“auf VOX geschaut. Um mich da anzumelden, bin ich zu feige- und will auch kein Kamerateam im gesamten Haus herum laufen haben!

Mit 3 Ehepaaren kam uns die Idee, ein privates perfektes Dinner zu organisieren. Amazons Alexa wurde gefragt, wer zuerst kocht. Ihre Antwort: „Natürlich du, Ingrid!“ Gestern Abend war es hier soweit, wir bekochten unsere Gäste.

Schon seit Wochen schrieben wir Ideen auf, schmiedeten Pläne, verwarfen sie wieder, fingen von vorne an…

Schließlich sollte so etwas wie ein roter Faden im Menu enthalten sein und -besonders wichtig- es muss ja auch zeitlich alles machbar sein.

Wir entschieden uns letztendlich für ein Menu zum Thema Frühling und starteten mit einer „Inge als Aperitif“ (Foto leider vergessen), aber Rezept von hier. Als kleiner Knabberei dazu hatte ich „Sables sales pour l’aperitif“ gebacken .

 

 

Tischdeko macht mir ja besonders viel Freude, ich mag es gerne schlicht.

 

Die Speisenkarte wurde am PC geschrieben und ausgedruckt, mit Milch auf der Rückseite bestrichen und auf eine leere Weißweinflasche geklebt. In der Flasche befindet sich eine Lichterkette, deren Batterie in einem „Fake-Korken“ sitzt. Diese sogenannten Flaschen-Lichterketten sind wirklich preisgünstig-meine ist diese hier von Ama*zon. Nach dem Motto „You get, what you pay for“ ist das Batteriefach nicht etwa aus Metall, sondern aus silbrigem Kunststoff und war zumindest für unsere Weinflasche im Durchmesser zu klein. Ein Gummiring hindert den Korken jetzt am Absturz in die Flasche, geht prima! Was ich gut finde, ist, dass man eine normals AA Batterie einsetzt und nicht (wie bei den meisten anderen Modellen)diese kleinen Knopfzellen, von denen man die passende Größe sowieso nie im Hause hat.

   

 

 

 

 

Der Blumenschmuck ist ebenfalls reduziert und schlicht. Über einen Glashafen habe ich ein paar Zweige gelegt und dann ein paar Blüten darin so drapiert, dass die Blütenköpfe auf den Ästchen hängen.


 

Zur Vorspeise reichten wir einen Salat aus grünem Spargel, Avocado, Frühlingszwiebeln und Kartoffeln mit selbst gebackenem Baguette.

 

Das Baguette backe ich häufiger, es stammt aus dem Plötzblog, ist gelingsicher und schmeckt wunderbar.

 

Der Hauptgang mit gegrillten Filets vom Mufflon, Bärlauchrisotto, Parmesanplätzchen und karamelisierten Karotten war eine logistische Herausforderung. Hätte der Gatte nicht die Grillerei und die phantastische Sauce übernommen, wäre vermutlich alles kalt auf den Tisch gekommen.

 

Inspiriert zu diesem Gericht hat uns diese Rezepteseite: Koch selbst

Als Dessert hatten wir uns „Dreierlei vom Rhabarber“ ausgedacht . Glücklicherweise konnte der örtliche Edeka Markt schon Rhabarber besorgen, offen im Verkauf lag er noch nicht.
Zum warmen Rhabarber Crumble gesellen sich Rhabarber Mousse und ein leichtes Rhabarber-Joghurt Eis- die letzten beiden Dessert Teile ließen sich glücklicherweise prima vorbereiten.

 

Nach einiger Zeit gaben auch die Teelichter ihr kleines Geheimnis preis:

 

Man kauft Teelichter, bei denen der Docht mit etwas Spiel im Wachs sitzt. Papier im passenden Durchmesser beschriften (danke Jana!), genau in der Mitte mit einer Stricknadel lochen und ringsherum ausschneiden. Den Docht aus dem Wachs ziehen, den Kerzeneinleger über den Docht ziehen und bis auf das Metallplättchen herunterschieben. Nun den Wachsteil wieder aufsetzen und darauf warten, dass im flüssigen Wachs die Botschaft sichtbar wird.

Meine Kerzeneinleger habe ich euch hier zum Ausdrucken hinterlegt.

Die Gäste haben natürlich wunderbare Geschenke mit gebracht : Edle aromatisierte Essige in stylischen Flaschen und eine blumige Torte zur Geburtsstunde unseres privaten perfekten Dinners.






Das war ein toller Abend! Aber fast noch besser ist es, dass wir nun noch 2 Mal völlig stressfrei leckeres Essen bekommen!



Man liest sich!

Silvester-Tischdeko auf den letzten Drücker

Weihnachten ist vorbei, nun sind wir in den Vorbereitungen für unsere Silvesterfeier. Wie schon im letzten Jahr feiern wir bei uns in kleinem Kreis mit einem feinen Essen. Die Tischdeko herzustellen hat mir wieder riesigen Spaß bereitet.

 

Ich mag es, wenn man das schöne Walnussholz unseres Tisches sieht und so verzichten wir (wie fast immer) auf das Tischtuch. Das Farbkonzept ist schwarz/weiß/silber. Gerade zu Weihnachten und Silvester darf es doch gerne richtig glitzern!

 

Bei Tchibo gab es vor Weihnachten ein schwarzes Tischband, dass man mit Kreide beschriften kann. An Weihnachten hatte ich doch glatt vergessen, es zu benutzen, aber nun kommt es zum Einsatz.

Ich habe unsere Speisekarte darauf notiert.

 

Im großen Supermarkt waren gestern übrigens am Tchibostand noch solche Tischbänder vorrätig. Die Kreide ist rückstandslos mit einem feuchten Lappen zu entfernen, so dass das Band wohl häufig verwendbar sein wird.

(Die Hyazinthen sind noch sooo mickerig! Vielleicht bekomme ich morgen noch einzelne Zwiebeln. Ohne Plastiktöpfchen in Gläser gesetzt würden mir die Zwiebeln noch viel besser gefallen. Es gab aber doch nur diese mickerigen Dreierpacks…)

 

Bei Pinterest hatte ich die Idee entdeckt, auf den Boden von Teelichtern kleine Wünsche oder Symbole einzulegen, die dann sichtbar werden, sobald das Wachs flüssig geworden ist. Dazu braucht man Teelichter, bei denen der Docht lose im Wachs sitzt.

Docht herausziehen(aber auf dem Metallplättchen verankert lassen!), Bildchen passend ausschneiden, genau in der Mitte mit einer dicken Nadel ein Loch bohren und den Docht hindurch fädeln. Wachsteil wieder darauf setzen.

Sicherheitshalber sollten diese Teelichter nur in einem Glas abbrennen.

 

Rechts vom Teelicht sieht man das „Happy New Year Ticket“. Wer ein solches Ticket besitzt, sichert sich damit ein happy 2019! Wollt ihr auch haben? Die Datei dafür habe ich hier im Schneiderherz blog von Ute entdeckt. Für mehr Glamour Faktor habe ich die Tickets auf Glitzer Papier geklebt und daraus Karten für jeden Platz gebastelt. Für Mitternachts-Glamour stecken Wunderkerzen darin.

 

 

 

Die kleinen quadratischen Happy New Year Dingsis kleben ebenfalls auf Glitzerpapier und werden hier als Tischdeko benutzt. Ich habe daraus aber auch kleine Spießchen gefertigt, die ich in unser Bratapfel-Dessert pieken werde.

Im letzten Jahr hatte ich übrigens mit Uhren dekoriert, nachzulesen hier.

Das war mein Jahresabschluss-post. Kommt alle gut ins neue Jahr und habt ein zufriedenes, gesundes, spannendes und glückliches 2019!

Man liest sich!