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Brownies sind nicht immer was zum Essen!

Hier kommt nun mein erstes, selbst gestricktes fertiges Bekleidungsstück seit Jahren: I proudly present “Brownie”.

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Gestrickt ohne Anleitung, aber nach diesem Vorgehen als Raglan von oben. Für mich ist das die einfachste Methode, ein Kleidungsstück mit gutem Sitz zu produzieren. Wie die geneigte Leserin vielleicht weiß, plage ich mich gerade mit dem blauen Pullöverchen nach der Polaris-Anleitung herum. Bisher habe ich da noch nichts vorzuweisen, Anleitungen sind einfach nix für mich! (Vermutlich ist der tiefenpsychologische Grund dahinter, dass ich es auf den Tod nicht leiden kann, wenn man mir sagt, was ich machen soll!?!)

Weiter im Text: Die Jacke ist 148g leicht und sogar mit doppeltem Faden gestrickt. Verwendet wurde 1 Faden ggh Kid Mohair in schokobraun und 1 Faden Yubina Kaschmir Lace in schwarz. Zunächst habe ich mit Hilfe des Wollwicklers beide Fäden zusammen zu einem Knäuel gewickelt. Die Mischung lässt sich sehr gut verarbeiten und man kann sogar ribbeln, was im Notfall sehr angenehm ist.

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Herausgekommen ist ein Hauch von nichts, was aber unglaubliche Wärme verbreitet.

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Die Passform ist dank Maschenprobe und sorgfältiger Rechnerei wie erwartet gut. Ob ich vorn noch einen Verschluss anbringe, weiß ich noch nicht so genau.

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Entgegen der ursprünglichen Planung habe ich statt der 3/4 Ärmel nun doch lange Ärmel gestrickt, übrig blieben ganze 2 m Garn.



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Zusammen mit der Farbe weiß mag ich ein tiefes, dunkles braun auch sehr gern im Sommer.  Im Winter kann ich mir die Jacke auch gut zu gedeckteren Farben und zu braunen Stiefeln vorstellen.

Genießt das letzte richtig warme Sommer Wochenende (wie schade, die Jacke kommt dann gar nicht zum Einsatz ;-) )

Man liest sich garantiert!

Ingrid

Zauber, Zauber… und Ärger, Ärger

Manche Dinge im Leben sind so einfach, so unglaublich einfach, dass man es einfach gar nicht glauben kann! Oder so einfach, dass man gar nicht versteht, warum man nicht schon längst darauf gekommen ist.

Kondensmilch zu einem Sahne-ähnlichen Schaum aufschlagen zum Beispiel. In diesem Artikel hatte ich Eis aus aufgeschlagener Kondensmilch zubereitet und Katharina sprach in Kommentaren den wunden Punkt an: Welcher Behandlung war die Kondensmilch wohl ausgesetzt?

Und jetzt kommt’s: Das Aufschlagen funktioniert  wie von Zauberhand auch mit normaler Kuhmilch, juchhu!

Man nehme kalte 1.5% H-Milch, füge etwas Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl zu und schlage das ganze mit den Quirlen des Handmixers für ungefähr 5 Minuten .  Das glaubt ihr nicht, was dabei heraus kommt! Wenn man in den letzten Minuten des Schlagens ein beliebiges Süßungsmittel zugibt, ergibt sich ein äußerst leckerer, kalorienarmer Sahneersatz. Feinporig, cremig, sahnig, mmmhhh!

(Guarkernmehl gibt’s übrigens im Bioladen oder hier in Amazonien.)

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Im einzelnen:

250ml Milch

etwa 1 g Guarkernmehl (das ist circa 1/3 TL)

Süßungsmittel nach Geschmack

nach Belieben etwas Vanillepulver oder Zimt

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Die Zutaten in einer Rührschüssel so lange aufschlagen, bis eine sehr feste und feinporige Masse entstanden ist.

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Was man damit tun kann?

Als Sahneersatz auf Kuchen oder frischem Obst verspeisen.

Oder insgesamt 500g Quark und Joghurt unterheben und mit ein paar Früchten garnieren, das ist ein total leckeres Dessert.

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Die Masse mit dem Joghurt und/oder Quark eignet sich auch gut zum Einfrieren als gesundes Speiseeis: Mit etwas Zitronensaft abgeschmeckt und einer Handvoll TK-Beeren versehen geht es in Portionsgläschen abgefüllt für ungefähr 2 Stunden  in den Froster.  Danach ist der äußere Rand angefroren und der Kern ist noch cremig und sahnig: LECKER! Man muss allerdings mehr Süßungsmittel zufügen, irgendwie verliert sich beim Einfrieren der süße Geschmack.

2. Thema: Mein blauer RVO. Args, lieber würde ich berichten, er ist fertig und ein Traumteilchen geworden. Nö, ist nicht so:

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Der Ausschnitt ist mir zu tief! Wenn er dort enden würde, wo  der V-Ausschnitt des Unterzieh-Shirts aufhört, wäre das doch schöner, oder?

Hab die Ribbelentscheidung vertagt und mich erst mal wieder der braunen Jacke zugewandt. Manchmal ist es ja auch von Vorteil, wenn man mehrere Projekte in Arbeit hat!

Den Pulli stricke ich übrigens frei nach der Anleitung “Polaris“, einer Kaufanleitung über Ravelry. Die Anleitung kann ich empfehlen, sie ist ausführlich und gut verständlich. Da meine Maschenprobe eine andere ist, stricke ich aber nach meinen Berechnungen. (Bei der Aufschnitttiefe habe ich wohl falsch kalkuliert, Mist!!!)

Mittlerweile plane ich das nächste Projekt aus Holst “Coast”, das es ja in einer riesigen Farbpalette gibt. Blöderweise sind die Farbkarten gerade überall ausverkauft; benötigt vielleicht eine Leserin ihre nicht mehr und möchte sie mir weiter verkaufen?

Man liest sich-wenn der Ärger über die anstehende Ribbelaktion verraucht ist…

Ingrid

Fortschrottsbildchen

Haha, den Tippfehler in der Überschrift lasse ich doch mal so stehen! Dabei entwickelt sich das Objekt der Begierde gar nicht zu Schrott und ich vermelde echten Fortschritt!

Die Raglannähte sind inzwischen fertig und der Pulli wurde zur Runde geschlossen .

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Nur ein paar Runden weiter, aber ein ganz anderes Aussehen:

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Die Blende am Halsausschnitt wurde gearbeitet und die Raffung “montiert”.

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Das war echt spannend und ist total pfiffig gelöst. Nun fülle ich gerade mit Hilfe von verkürzten Reihen die dreieckige Lücke auf, die im Vorderteil durch die Raffung entstanden ist.

Danach wird’s echt langweilig: Glatt rechts in Runden bis zu gewünschten Länge. Gäääähn…

Man liest sich!

Ingrid

Ich mag den Sommer. Ehrlich! Aber die tierischen Begleiter des Spätsommers vermiesen mir schnell meine Bewegungsfreude an der frischen Luft. Sämtliche fliegenden Insekten lieben mich heiß und innig; wer mit mir unterwegs ist, läuft keine Gefahr, gestochen zu werden.

Hysterisch werde ich bei blinden Fliegen (auch Bremsen genannt), die finde ich dumm-dreist, lassen sie sich doch kaum davon überzeugen, jetzt mal besser die Biege zu machen. Autan und Antibrumm helfen nur bedingt, hin und wieder ist ein Stich die Folge. Mückenstiche sind für mich schon kaum aushaltbar, aber Bremenstiche? (“Höchststrafe gleich hinter kastrieren und Geld weg”, würde mein Mann jetzt sagen.)

Aber es naht Hilfe.  Seit mindestens 5 Jahren verwende ich dieses kleine, elektrische Gerät:

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Das Ding heißt Bite Away und erzeugt auf Knopfdruck Hitze. Es werden gute 50 Grad über 6 Sekunden bei Druck auf die rechte Taste erzeugt, solange drückt man das Gerät mit dem goldenen Punkt auf den möglichst frischen Stich.

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Ich sage es gleich: 50 Grad über 6 Sekunden ist schon ziemlich heiß. Ich hatte über die Jahre reichlich Testpersonen; für Frauen war die Temperatur  überhaupt kein Problem, einige Männer hingegen würden lieber das Jucken ertragen, als noch einmal 6 Sekunden Schmerz.

Während der Behandlung leuchtet die grüne Kontrolllampe und ein Piepton signalisiert Anfang und Ende der Hitzeerzeugung.

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Für Kinder (und Männer?) gibt es eine zweite Taste, über die wird eine geringere Temperatur über eine kürzere Zeit erzeugt. 

Durch die Hitze soll das Insektengift zerstört werden. Diese Aussage kann ich nicht bewerten, Tatsache ist jedoch, dass der Juckreiz auf der Stelle verschwunden ist. Meine Theorie ist übrigens eher, dass der Juckreiz durch den Schmerzreiz überlagert wird. Dafür spricht auch, dass das Jucken manchmal am nächsten Tag doch wieder auftritt und eine Zweit- oder Drittbehandlung sofort wieder Erleichterung bringt.

Mein Bite Away hat die  Form Kobra, dabei sitzen die beiden Batterien hintereinander. Es gibt auch die Form “Maus”, bei der die Batterien nebeneinander platziert sind.
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Und daher kommt auch die Überschrift: Ein Bekannter hatte so ein Teil in der Apotheke bestellt. Nach ausgiebiger Recherche fragte man den Kunden: “Mh, es gibt 2 Modelle davon. Brauchen Sie es denn gegen Mäusegift oder Schlangengift?”

Zur Bite Away Homepage geht es hier, man kann es in der Apotheke bestellen oder auch hier in Amazonien.

Ich verdiene übrigens nix an der Werbung hier und bin leider auch nicht mit dem Erfinder verwandt. Aber ich bin hoch zufrieden mit dieser genialen Erfindung und besitze mittlerweile 3 Bite Aways: Eins im Nachttisch, eins in der Handtasche und eins in der Golftasche.

Man liest sich (stichfrei)

Ingrid

 

Ich kann auch blau

Dank eurer guten Beratung in meinem letzten Artikel bin ich dann mal eben lächerliche 55 km (einfache Strecke) gefahren, um zumindest die Wolle von Geilsk in natura sehen und fühlen zu können.

Aah, so hatte ich mir den Griff gar nicht vorgestellt, so natürlich und “unkünstlich”! Tolle Farbpalette, wobei im Laden nur ein Bruchteil aller Farben vorhanden war. Entschieden habe ich mich für blau. Na gut, blau-grau, blasses blau-grau.

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Da musste ich doch umgehend eine RVO anstricken,

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uns nach den ersten Reihen konnte ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, was ihr an dem Garn so toll findet. Ist ja schon sehr stumpf irgendwie und rutscht nicht gut über die Nadel. ABER: Maschenprobe gewaschen, alles in Butter. Superweich, supersoft, toller Fall. (Und festgestellt, dass das Strickstück um 12% in der Länge einläuft, weiah!)

Und nach den ersten paar Reihen am RVO hatte ich ich dann auch an dieses spezielle Strickgefühl gewöhnt, macht Spaß!

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Das Maschenbild gefällt mir

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und die schmale RVO-Ärmelnaht, die durch “lifted increases” entsteht , passt gut zum zarten Gestrick.

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Hier zum Vergleich eine Raglannaht in Cascade 220 und M1l und M1r- Zunahmen mit 2 glatt rechten machen in der Mitte. 

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Habt viele Dank für eure Garnempfehlungen; die Kommentare sind sicher auch für andere Leserinnen interessant.

Hervorheben möchte ich nochmal günstige Einkaufsmöglichkeiten für qualitativ hochwertige Garne:

In Dänemark Garnudsalg, deren Garne bei Ravelry durchweg gute Kritiken haben und in England Colourmart, die wirkliche Luxusgarne weltweit portofrei und turboschnell versenden. Ich hatte dort vor Jahren Yak für eine Strickjacke geordert: Ein Traum!

Auf ein strickiges Wochenende, man liest sich!

Ingrid

Ferienzeit= Einsame Insel Zeit.

Welches Garn kommt neben dem Traummann und dem Lieblingsbuch bei euch mit auf die Insel? Nein, nein, auf der Insel sind natürlich keine 35 Grad und Schwitzhändchen sind nicht das Problem.

Meine Stricklust ist irgendwie neu entfacht und wissbegierig stöbere ich durch  die Internetshops der Wollläden. Meine Güte, was gibt es da alles! So ein richtiges Lieblingsstrickgarn habe ich gar nicht, aber supergut gefällt mir z.B. die Cascade 220. Ein toller, ehrlicher Eindruck von natürlicher Wolle verbunden mit einer großen Farbpalette zu einem vernünftigen Preis, was will Frau mehr? Meine Mr. Greenjeans und Lady Sophisticate habe ich daraus gestrickt, das Garn kann ich sehr empfehlen .

Alpaca hingegen kommt mir nicht mehr ins Haus: Viel zu warm, piekst auch und hat für mich irgendwie eine “falsche Weichheit”.

Ein Sommerpulli-Projekt schwebt mir als nächstes vor, aus Wolle/Baumwolle vielleicht? Die Garne von Holst und Geilsk locken mich, da könnte der Bestellfinger bald zucken.

ggh Kid Melange gefällt mir ausgesprochen gut als Beilaufgarn. Mit einer LL von 1000m auf 100g ist das Garn sehr dünn und fügt einem anderen Faden den Kuschelfaktor hinzu. Mit Yubina Kaschmir Lace zusammen verstrickt  eignet es sich gut für Oberteile und Tücher. Mit dem Noro-Sockengarn zusammen nimmt es den rustikalen Touch der Noro Wolle und das Ergebnis ist ein schmuseweiches, sehr interessantes Gestrick, wie man hier bei meinem Revontuli sehen kann. (Heute würde ich allerdings noch dickere Nadeln dafür nehmen.)

So, und jetzt ihr! Welches Garn darf mit auf die Insel???

Man liest sich!

Ingrid

 

 

Scheint zu klappen!

Der Körper ist fertig, nach einem kurzen Bad musste ich die Jacke unbedingt mal kurz aufstecken, um zu kontrollieren, ob die angestrebten Maße auch erreicht werden.

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Das Unternehmen erscheint mir ganz erfolgversprechend! Geplant sind kurze Ärmel und eine Blende mit 1 oder 2 Knopflöchern im Brustbereich, aber die endgültige Entscheidung fällt erst während der Anproben.

Es bleibt spannend, bleiben Sie dran!

Man liest sich!

Ingrid

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