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Etwas Warmes braucht der Mensch

Der Winter hat uns voll im Griff: Die Nächte sind eisig, die Tage mal strahlend sonnig, mal diesig oder neblig. Die sonnigen Wintertage mit klirrender Kälte und etwas Schnee sind bei uns im Norden selten, umso mehr genieße ich sie.

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Ich finde es toll, die kalte Luft, den Wind und auch Schnee oder Regen auf der Haut zu fühlen. Da spüre ich so richtig, dass ich lebe! Hinterher ein heißes Bad und eine gehaltvolle Suppe und das Leben ist in Ordnung! Heute habe ich euch eine rote Linsensuppe mir asiatischem Einschlag mitgebracht: Fruchtig und scharf, aber auch eindeutig nach Linsen schmeckend.

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Bevor wir zum Rezept kommen, möchte ich noch meine Gedanken vom heutigen Spaziergang mit euch teilen. Ich dachte über das Genießen nach. Was ist das eigentlich, etwas genießen? Erstmal hat das doch ganz viel mit bewusster Wahrnehmung zu tun, auf neudeutsch: Achtsamkeit . Ich kann die teuren Pralinen so nebenbei -eine nach der anderen- in den Mund stecken und -schwupp- schon ist die Schachtel leer, ohne, dass ich davon so richtig etwas mitbekommen habe. Ich kann mir aber auch eine schöne Situation dafür schaffen, in Ruhe sitzend, ohne Ablenkung durch das Internet oder eine Zeitung, mir das zartschmelzende Etwas in den Mund schieben und genau beobachten, wie sich die Schokolade im Mund anfühlt, ob vielleicht etwas krispiges darin sitzt, ob ich den Unterschied zwischen Überzug und Füllung schmecke, was für ein Gefühl bleibt, wenn schon längst keine Schoki mehr im Mund ist.

Und je länger ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Schluss, dass für mich Genuss auch immer mit Verzicht verbunden ist: Wenn ich jeden Tag den Blick auf das blaue Meer habe, weiß ich das nicht mehr so zu schätzen, als ob ich diesen tollen Ausblick nur für 2 Wochen im Jahr genießen kann. Manchmal höre ich von Besuchern:“Ach, was wohnt ihr schön, ihr braucht doch gar nicht in den Urlaub zu fahren.“ Recht haben sie! Aber: Wenn man es immer schön hat, fällt es einem doch gar nicht mehr auf!

Ein in großen Mengen Alkohol konsumierender Freund wollte mir doch allen Ernstes weiß machen, dass er so viel Alkohol trinkt, weil er den Genuss so liebt! Ich glaube ihm kein Wort; für mich ist das  Selbstschutz, um vor sich selbst die Abhängigkeit nicht zugeben zu müssen.

Bewusst auf etwas zu verzichten ist eine Fähigkeit, die uns allen immer mehr abhanden kommt. In Zeiten des Wohlstandes können wir uns alles leisten, haben die Möglichkeit, Tag und Nacht im Internet einzukaufen, müssen für ein Stück Fleisch nicht erst auf die Jagd gehen, für warme Kleidung kein Schaf scheren.

Umso wichtiger finde ich es, einfach mal bewusst eine Bedürfnisbefriedigung etwas aufzuschieben, um es danach so richtig zu genießen. Mal heute keinen Wein trinken, um ihn am Wochenende so richtig wert zu schätzen? Auch bei Regen einen Waldspaziergang antreten, um helles Sonnenlicht demnächst bis in die Seele vorzulassen? Bewusst das Alleinsein heute Abend zelebrieren, um die Gemeinschaft morgen wieder zu genießen? Sich extra dem kalten Nebel aussetzen, um danach die wohltuende Wärme zu spüren, die eine gut gewürzte Suppe in uns verbreitet?

 

Rote Linsensuppe

1 Gemüsezwiebel in Würfeln

3 cm Ingwer gerieben

1 Knoblauchzehe gepresst

2TL Curry

1 TL rote Currypaste

etwas Kokosöl

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3 gr. Möhren gewürfelt

3 Stangen Staudensellerie in Scheiben

1/2 rote Paprika

250g rote Linsen

800ml Gemüsebrühe

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1/2 Dose Kokosmilch

Saft 1 Zitrone

Salz, Pfeffer, Chili nach Geschmack , Zucker oder Süßungsmittel nach Geschmack

evtl. Wasser, falls die Suppe zu dick ist

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Die Zutaten bis zur ersten Linie im Kokosöl leicht anbraten, die Zutaten bis zur nächsten Linie dazu geben und solange kochen, bis das Gemüse weich ist (ungefähr 15 Minuten). Kokosmilch und Zitronensaft zugeben und mit dem Pürierstab fein pürieren, mit den Gewürzen abschmecken.

 

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Mögt ihr mir eure Gedanken zum Thema Genuss erzählen?

Man liest sich!

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Tutorial Tüten nähen

Hier kommt die Nähanfänger-Anleitung für meine Multifunktionstüten.

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Gefertigt sind sie aus Snap-Pap. Das ist ein Material, das an Leder erinnert, aber aus Papier hergestellt wird. Man kann es problemlos schneiden, kleben, nähen, bedrucken, besticken, bestempeln, waschen…

Auf dieser Seite bekommt ihr einen ersten Eindruck von diesem tollen Material und auch jede Menge Ideen, was man damit noch so alles anfangen kann. (Nein, ich habe keine Kooperation…) Ich hatte jeweils eine Rolle in stone und schwarz bestellt und habe daraus jeweils 4 Tüten in verschiedenen Größen genäht.

Zuerst kommt das Material in die Waschmaschine, wird getrocknet und ordentlich geknüllt. Dadurch wandelt sich der erste Eindruck „mh, wie Tonkarton“ zu „wow, wie Leder“!

Dann wird zugeschnitten.

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Das linke Schnittmuster eignet sich für einen Blumenübertopf, das rechte ist die Umhüllung der beiden Putzmittelflaschen auf dem Bild oben.

Nun den Stoff auf der Seite des Umfanges halbieren, den Knick unten für ein paar cm scharf knicken (oder mit einem Stift markieren) und die Seitennaht mit Steppstich schließen:

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Nun die soeben genähte Naht genau auf den Knick (oder die Markierung) legen-damit liegt die Naht genau mittig. An beiden Seiten am unteren Ende wieder für ein paar cm scharf knicken und die Bodennaht schließen:

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Nun werden die Ecken unten abgenäht. Dazu die Tüte hinstellen, eine Hand in die Tüte hineinstecken, die andere Hand drückt den Stoff von außen gegen die innere Hand. An jeder Seite muss nun ein Dreieck zunächst abgenäht und dann abgeschnitten werden.  Wenn man mehrere Tüten nähen möchte, lohnt es,  dafür aus Pappe eine Schablone anzufertigen. Wenn die Naht 10 cm lang werden soll, ergibt sich im rechtwinkligen Dreieck nach Pythagoras die ungefähre Seitenlänge der Hypotenusen von 7 cm . (Ich sag’s doch, der Mathe-Leistungskurs wird sich irgendwann rentieren!)

Die Schablone legt man nun auf die Tütenecke, dabei darauf achten, dass die Winkelhalbierende genau auf dem vorher geknickten Falz zu liegen kommt. Kreidestrich ziehen und darauf entlang steppen:

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Das Dreieck abschneiden, dabei (wie bei jeder Naht hier) unbedingt 1 cm Nahtzugabe stehen lassen, ansonsten reißen die Nähte beim Wenden aus.

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Mit der anderen Seite genauso verfahren:

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Und nun kommt das schwierigste der ganzen Aktion, das Wenden. Das Material ist so fest und so störrisch, dass das Wendemanöver zum echten Kraftakt wird.

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Alles in allem braucht man pro Tüte vielleicht 10 Minuten; der Materialpreis hält sich mit ungefähr 4€ pro Stück auch sehr in Grenzen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nacharbeiten und freue mich, wenn die ein oder andere auf ihrem blog Tüten zeigt!

Man liest sich!

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Tütenparade

Naaa, alle gut im neuen Jahr angekommen?

Ein spannendes, gutes, gesundes und sorgenfreies Jahr 2017 wünsche ich euch allen.

Die Zeit „zwischen den Jahren“ genieße ich immer ganz besonders: Irgendwie ticken die Uhren da langsamer und die Welt um mich herum kommt mir viel leiser vor. Jogginganzug ist das geeignete Kleidungsstück für spätes Frühstück, Lesestunden, Sofazeit und Co. Aber auch viel Zeit für’s Hobby fällt ab und so entstand in der letzten Woche eine ganze Tütenparade aus Snap-Pap.

Wollt ihr mal sehen, was man damit alles anstellen kann? Bitteschön:

Als Übertopf machen sich die Tüten prima; Trocken-oder Kunstblumen steckt man einfach so hinein…

 

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…Blumen, die gewässert werden müssen, kommen mit Übertopf in die Tüte.

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Die beiden Hyazinthen stehen in Wassergläsern.

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Auch im Bad sind die Tüten nützlich, sie verstecken allerlei Bad-Utensilien und sehen zudem noch attraktiv aus:


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In diesen beiden oben stecken Essigreiniger und Neutralseife, unten verschwindet die Ersatzrolle vom WC Papier


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Eine schwarze Tüte hatte ich noch im Brötchenkorb-Format genäht; leider vorm Fototermin verschenkt…

Die Tüten sind absolut einfach zu nähen, sind kostengünstig und zudem noch waschbar.

Brauchst du auch? Das Tutorial dazu ist in Arbeit!

Man liest sich!

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Liebe Freunde waren heute bei uns auf einen stressfreien und zwanglosen Cappuccino eingeladen und zum Backen hatte ich so gar keine Lust.

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Stattdessen kreierte ich eine weihnachtliche Leckerei im (Weck)Glas.

 

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Auf den Tisch kamen meine beiden neuen kunstledernen Tischläufer von ASA, die einen wunderbar schlichten und stylischen Touch schaffen. Ein wenig schwarz-weiße Deko dazu, schon kommt weihnachtliche Stimmung auf. Das Kerzenhaus im Hintergrund habe ich nach dieser Anleitung gebastelt, die Anleitung für die silbernen 3D Sterne gibt es hier.

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Weihnachtliche Süßspeise im Glas

Apfelkompott:

Boskop Äpfel in Stück schneiden, in etwas Wasser knapp gar kochen,

Zimt, gemahlene Nelke, Ingwer, Zucker nach Geschmack zugeben

ein paar Rosinen untermischen

 

Käsecreme:

1/2 Topf Sahne schlagen

250g Quark

1/2 Paket Frischkäse

Saft  einer halben Zitrone

Süßungsmittel nach Geschmack

 

Spekulatius in kleine Stücke gebrochen

 

In kleine Weckgläser schichtet man zuerst Käsecreme, dann Apfelkompott, Spekulatius und zum Schluss wieder Käsecreme. Etwas Zimt oder braunen Zucker als Deko aufstreuen.


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Und dieses tolle Glas mit einer Christrose und Vintage-Silberkugel war das Mitbringsel der Gäste. genau meine Geschmack!

 

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Ich hoffe, ihr hatte auch so einen feinen 4. Adventssamstag!

 

Man liest sich

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Granatapfel

Die Granatäpfel aus diesem post sind tatsächlich in nach ihrem Deko-Auftritt noch essbar.

 

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Den Schnee kann man ganz einfach unter fließendem Wasser abspülen.

Und dann… ja dann… beginnt die Arbeit. Wer kennt das nicht: Der Saft spritzt in alles Richtungen; Küchenoberflächen, ja selbst Wände und Brillengläser blieben nicht verschont.

In den letzten Jahren habe ich immer die Methode angewendet, bei der man den halbierten Granatapfel in einer Schale unter Wasser taucht und mit Hilfe eines Löffels die Kerne herausklopft. Kann man machen.

Noch besser funktioniert es für meinen Geschmack so:

An der Seite der Blüte (dieses kleine, stachelige Krönchen) mit einem Messer schräg einen Kegel ausschneiden.

 

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Danach wie bei einer Orange ringsherum die Haut mit einem Messer in Spalten von oben nach unten einritzen (nicht bis in die Kerne schneiden!). Dann kann man die einzelnen Spalten von der Mitte aus nach außen ziehen  und die Kerne liegen offen vor uns.


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Nun beginnt die Fingerarbeit. Jedoch kommt man bei dieser Methode ohne große Spritz-Attacken aus und kann unter Sicht die Kerne entnehmen.

 

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Machen wir uns nichts vor: Banane schälen ist einfacher! Dennoch: Granatapfel ist dank seines hohen Vitamin C Gehaltes sehr gesund. Und schließlich isst man ihn ja nicht täglich und darf ihn dann wegen der mühseligen Vorbereitung  auch richtig wertschätzen.


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Man liest sich!

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So modern kann ein Weihnachtsstern aussehen!

Seit wenigen Jahren gibt es ja endlich ein reinweiße Züchtung des Weihnachtssternes. Den klassisch roten mag ich auch, aber zu unseren Cottofliesen ist rot so ziemlich die einzige Farbe, die gar nicht passt.

 

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Dieser quadratische Übertopf von ASA eignet sich auch prima als Blumenvase und gibt immer einen klaren und stylischen look. Einfach etwas Silberdraht drumwickeln: Fertig ist die moderne Ausgabe des Weihnachtssterns.

Das sah übrigens auch schon mit einem weißen Alpenveilchen darin gut aus.

Hier die gleiche Pflanze in einer selbst genähten  hellgrauen „Tüte“, die man immer wieder anders dekorieren kann.

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Die gleiche Tüte habe ich auch in schwarz genäht und mit einem getöpferten Stern verziert.

 

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Dies Tüten finde ich einfach klasse und vor allem universell einsetzbar. Mal sehen, vielleicht komme ich demnächst mit einer Anleitung dazu.

Bis dahin: Habt ein gute Zeit, man liest sich!

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Anlässlich unserer Nikolausfeier haben wir gestern für 50 Gäste den Tisch festlich dekoriert.

Was waren die Anforderungen? Kreativ sollte es sein, festlich, nicht zu sehr die Kasse belasten und gerne für jeden eine Kleinigkeit zum Mitnehmen bieten. Herauskommen ist das hier:

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Die Mitte wurde geschmückt durch Efeuranken, Lärchenzweige und Ilex mit dekorativen Beeren. Das alles bietet die Natur  kostenlos.

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Auf jedem Platz fand sich ein dicker Granatapfel, den wir mit Hilfe von Sprühschnee und einer Schleife verziert haben. Das sieht nicht nur dekorativ aus, sondern sorgt auch noch zu Hause zunächst für Dekoration und später für Gaumenfreuden.

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Granatäpfel gibt es in guter Qualität zum unschlagbaren Preis beim türkischen Gemüsehändler. Einfach eine Sternschablone mit Hilfe einer Stecknadel auf dem Granatapfel befestigen und mit Schnee aus der Dose ansprühen.

Habt eine schöne Adventszeit; man liest sich!

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