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Ich bin mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen. Meine Eltern sprachen zwar hochdeutsch untereinander, mit Verwandten und Freunden wurde jedoch immer nur Platt gesprochen. Interessanterweise kann ich jedes Wort verstehen, das Sprechen gestaltet sich jedoch mühselig. Bei den einfachsten Wörtern muss ich überlegen, wie das denn nun auf platt heißt. Sehr spezielle Vokabeln hingegen fallen mir sofort ein. Kennt ihr z.B. „Miejemoaken“? (Keine Ahnung, ob man das so schreibt). Das sind Ameisen! Oder „Afteiken“? Die Apotheke!

Falls jemand die Überschrift nicht übersetzen kann: „Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht.“

Dieser Spruch trifft auf mich glücklicherweise überhaupt nicht zu. Ich würde sogar eher behaupten: Das Gegenteil ist eher der Fall. Eine gehörige Portion Neugier treibt mich zu Experimenten aller Art an und dazu gehören auch neue Nahrungsmittel oder neue Rezepte.

Pak Choi erregte im Discounter meines Vertrauens meine Aufmerksamkeit .

Sieht nicht nur gut aus, schmeckt auch gut!  Wie man hier bei Wikipedia nachlesen kann, lautet die deutsche Bezeichnung „Senfkohl“. Ursprünglich wurde der Pak Choi in Asien angebaut, kommt nun aber vermutlich aus Holland zu uns. Auch im eigenen Garten ist ein Anbau möglich.

Geschmacklich ist der Pak Chor mild,  liegt zwischen Mangold und Chinakohl, würde ich sagen. Zusammen mit andersfarbigem Gemüse wird die Sache richtig attraktiv und schmeckt hervorragend.

 

 

 

 

 

Pak Choi mit Möhren

1 Gemüsezwiebel in Spalten

5 Möhren in dünnen Scheiben

500g Pak Choi

1 TL brauner Zucker

Sojasoße nach Geschmack

Salz, Pfeffer, China Gewürz oder Garam Marsala

1 EL Sesam

 

1 EL Öl in einer gr. Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Möhren leicht anbraten. Zunächst nur die in Streifen geschnittenen Pak Chor Stiele zugeben, etwas später auch die Blätter.  Zucker und Sojasoße zugeben, mit den Gewürzen abschmecken: Fertig!

Auf dem Teller dann noch mit Sesam bestreuen .

 

Loatet jau schmecken!

Wi läset us!

Table Settings

Gerade stelle ich fest, wie viele Tische und Tischchen wir überhaupt im Haus haben! Der Esstisch ist schon vorbereitet für mehrere Gäste.

Für die Blumendeko habe ich ein paar Zweige aus dem Wald mitgebracht und  sie zusammen mit weißen Ranunkeln im Glashafen arrangiert.

Auf dem Telefontisch steht gerade der Sektkühler-ohne Getränk, dafür mit einer weißen Hortensie. Wenn Hortensien nicht so schrecklich durstig wären, wären sie die perfekten Topfblumen.

Eine Küchentisch gibt es natürlich auch noch; der wird gerade geziert von 3 schlichten Glaszylindern mit 3 grünen Bartnelken drin.In den Vasen sieht einfach alles stylish aus! Einfach 3 gleiche grüne Stengel reinstecken: fertig!


Der Terrassentisch braucht natürlich auch die erste Frühjahrsdeko:

Das Beistelltischchen im Wintergarten präsentiert 2 Ikea-Glasvasen mit Monstera-Blättern. Die Blätter sind natürlich echt, echt Plastik!

Und das weiße Tischchen in unserer skandinavischen Designer-Ecke auf dem oberen Flur sieht gerade so aus:

Zuletzt noch das Beistelltischchen am Küchen-Essplatz:

Weiße Muscari-Zwiebeln im schlichten Glas von Depot: Schlicht und einfach schön im Frühjahr.

Vielleicht ist die ein oder andere Anregung für euch dabei, man liest sich demnächst!

Hamburger sind doch der Inbegriff für Fast Food schlechthin. Mit den schlappen Brötchen und undefinierbaren Zutaten schmecken sie mir überhaupt nicht.

Immer häufiger treten sie aber auch auf den Speisekarten der gehobenen Gastronomie auf; mit edlen Zutaten, dafür mit horrenden Preisen.

Das kriegen wir doch auch in der heimischen Küche hin, wäre doch gelacht!

Von oben bis unten selbst gemacht, schmeckt köstlich! Starten wir mit den Brötchen, die neudeutsch Burger buns heißen. Ich habe sie nach diesem Rezept vom Brotdoc-blog gebacken. Wie immer habe ich Weizen durch Dinkel ersetzt, mich ansonsten genau ans Rezept gehalten und sie schließlich für 15 Minuten bei 225 Grad mit 100% Luftfeuchte im Kombidampfgarer gebacken. Durch den Dampf bleiben die Brötchen relativ weich und haben nur eine dünne Kruste.

Als nächstes kommt die Mayonnaise an die Reihe. Die stelle ich seit Jahren selber her. Weil das nämlich unglaublich einfach geht und ich dann genau weiß, was da so alles verarbeitet wurde.

Grundezept Mayonnaise selbstgemacht und eifrei

50g Milch (kann auch Pflanzenmilch sein)

150g Rapsöl

etwas Zitronensaft

Salz nach Geschmack

Alle Zutaten zimmerwarm in einen hohen, schlanken Mixbecher geben. Den Pürierstab auf den Boden des Gefäßes stellen, anstellen und nach oben ziehen: fertig!

 

 

Falls ihr euch jetzt fragt: Warum ist die fertige Mayo so gelb? Zum Grundrezept kann man noch beliebige Zutaten hinzufügen, z.B. Knoblauch, um Aioli herzustellen. Ich mag es immer sehr gern im Stil der dänischen Remoulade und füge immer hinzu:

2 TL Senf

1TL Curry

etwas Aprikosenmarmelade oder Mangochutney

8 Kräuter aus dem Tiefkühler

etwas Kapernlake

frisch geriebenen Ingwer

1 EL Lake von eingelegten Gurken

1 gr. EL  festen Joghurt oder Skyr, um den Fettgehalt zu reduzieren

und nach dem Mixen noch 1 gr. eingelegte Gurke in feine Würfel geschnitten

 

Von unten nach oben folgt nun das Fleisch auf dem Burger. Wir hatten dieses Mal Lammhack, frisch hergestellt in der türkischen Schlachterei. Davon Portionen zu 150g abwiegen, in der Burgerpresse zu Patties formen und auf dem Grill oder in der Pfanne braten. Ob man das Fleisch vorher würzt, ist eine Glaubensfrage .

Darauf haben wir Blauschimmelkäse drapiert, gefolgt von einer dicken Schicht Balsamicozwiebeln. Die sind einfach hergestellt und halten auch eine Weile im Kühlschrank. Praktisch dafür sind die dicken roten Zwiebeln im Netz, wovon wir 1 kg benötigen.

Balsamico-Zwiebeln

1kg rote Zwiebeln

etwas Butter

ein paar Thymianzweige25g (brauner)Zucker

100ml Balsamico

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

 

Sie Zwiebeln pellen, halbieren und in feine Streifen oder Würfel schneiden. In einer großen Pfanne die Butter schmelzen, Zwiebeln mit Thymian, Salz und Pfeffer hineingaben und für ungefähr 20 Minuten dünsten. Dabei sollen die Zwiebeln nicht braun werden.

Danach den Zucker und den Balsamico Essig hinzugeben und bei kleiner Hitze erneut 20 Minuten köcheln lassen, Die Flüssigkeit sollte nahezu komplett verschwunden sein, die Zwiebeln sollen eher trocken aussehen.

Sofort in gut gereinigte Twist Off- oder Bügelgläser geben. Haltbarkeit im Kühlschrank: Mehrere Wochen.

 



Das waren die Zutaten; jetzt nur noch alles zusammensetzen, dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

 

Man liest sich!

Schwarz-weiße Geschenke

Da im Moment ja schwarz-weiß im allgemeinen (und im speziellen bei uns) so aktuell ist, sind natürlich auch die Geschenkpäckchen im schwarz/weiß look verpackt.

Weißes Geschenkpapier finde ich ungemein praktisch, da es sich so gut anpasst und mit verschiedenen Zutaten immer wieder anders daher kommt.

Alles, was der Fundus so hergibt in schwarz, kann zur Dekoration des Päckchens verwendet werden: Schwarze Bänder, Federn, Stempel, Geschenkanhänger (Der wird noch mit weißen Buchstaben mit dem Namen des Geburtstagskindes beschriftet ).



Das rollenförmige Paket ist einfach locker mit einem schwarzen Draht umschlungen.

Die dicke Rolle weißes Geschenkpapier habe ich vor Jahren über Amazonien erstanden (hier); ich glaube, die 50Meter reichen bis zum Lebensende! Das Gute am weißen Papier ist, dass man es je nach Anlass prima anpassen kann: Für Fußballfans kann man das Päckchen je nach Gesinnung schwarz-gelb oder rot-blau dekorieren, für kleine Mädchen mit viel Glitzer und pink.

Für’s kommende Weihnachtsfest sind übrigens auch schwarze-weiße Pakete geplant. Dafür habe ich schon im letzten Weihnachtsausverkauf bei Depot allerlei schwarze Sterne etc. als Päckchendeko zum halben Preis eingekauft. Das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt!!!

Ich wünsche euch ein tolles, sonniges Wochenende!

Man liest sich,

Schwarzer Hamster

Schwarzer Hamster? Das klingt nach einem neuen Haustier bei den H.’s, oder?

Unsere bisherige Haustierkarriere ist schnell erzählt: Als unsere Kinder in dem Alter waren, in dem alle Kinder einen Hund möchten, waren wir froh, dieses Begehren in eine Katze umlenken zu können. Die Selbstständigkeit einer Katze versprach uns mehr Unabhängigkeit und so zog eines Tages  Katzenkind Lucy bei uns ein.

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Lucy war und blieb SEHR unabhängig: Sie schätze es gar nicht, angefasst zu werden und tat ihren Unmut darüber gern durch unvermitteltes Beißen und Kratzen kund. Überhaupt verstand sie es vortrefflich, ihr Missfallen zum Ausdruck zu bringen.

Eines Nachts stand mein gepackter Koffer geöffnet auf dem Flur, um kurz vor der Abfahrt zum Flughafen noch die Kulturtasche aufzunehmen. Lucy fand das Verreisen der Mitbewohner nie lustig und pieselte doch tatsächlich nachts auf meinen Polo-Stapel im Koffer! Hallo? Golfurlaub ohne Polohemden??

Aus leicht verständlichen Gründen wurde das Entflohen unserer Mitbewohnerin immer seltener und seltener. Bis eines Tages die Flöhe in unserem Haus die Regentschaft übernahmen…überall, jawohl…überall. Falls jetzt jemand nichts mehr mit mir zu tun haben möchte: Die Story ist viele Jahre her und der Kammerjäger hat ganze Arbeit geleistet. Sämtliche Oberflächen des Hauses wurden mit Fettsäuren besprüht, sogar die Polstermöbel und die Betten. 14 Tage darf man dann nicht wischen, es riecht wie altes Fett in der Pommesbude.

Aber jetzt zum Thema, wo waren wir? Ach ja: Schwarzer Hamster. Der Hamster ist glücklicherweise keine Haustier, sondern der Name eines Brotrezeptes von Bäcker Süpke. Die Angaben dort sind aber nur was für Spezialisten und kein richtiges Rezept.

 

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Überarbeitet und für die Allgemeinheit aufbereitet wurden Bäcker Süpkes Angaben von Marla und hier veröffentlicht.

Genau dieses Rezept sollte es sein für mein erstes Sauerteigbrot und was soll ich sagen? Schon wieder Anfängerglück, es ist super gelungen! Es enthält sehr viele Körner und ist für meinen Geschmack richtig aufwändig in der Zubereitung. Sauerteig ansetzen, 16 Stunden bei 28 Grad stehen lassen. Dazu werden ganze Roggen- und Dinkelkörner als sogenanntes Kochstück 30 Minuten gekocht und dann über Nacht kalt gestellt.  Die Kürbis-, Sesam-, Sonnenblumen- und Leinsamenkerne werden zunächst geröstet und dann ebenfalls über Nacht in Wasser eingeweicht (Quellstück) .

Am nächsten Tag kommen alle 3 Teile im Brotteig zusammen und werden nach Teilruhe und Stückgare schließlich mit Schwaden im Ofen bei 250 Grad mit fallender Temperatur gebacken. Ofentrieb gab es leider gar nicht mehr, vielleicht hatte mein Brot schon Übergare? So ist das eben ohne Erfahrung; selbige werde ich sammeln!

 

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Roggenbrote soll man erst nach 24 Stunden anschneiden. Nee, also beim besten Willen kann ich mit so viel Geduld nicht aufwarten! Immerhin war mein Brot beim Anschnitt schon abgekühlt-also fast jedenfalls. Sieht doch prima aus! Schöne Porung zwischen den vielen Körnern, super!


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Probieren muss Frau das Brot natürlich auch umgehend: Köstlich! Sieht lecker aus, näch?

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Wem der Aufwand zu hoch ist, dem empfehle ich mein schnelles Hefebrot, das ich bereits 2013 hier im blog veröffentlicht habe und das so aussieht:

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Euch allen eine schöne Woche, man liest sich!

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Die Königsklasse

Heute melde ich mich wieder aus der Versuchsküche der Familie H.:

Die Brötchenbäckerei habe ich ganz gut im Griff, vor Baguette habe ich allerdings mächtig Respekt. Dabei meine ich jetzt nicht die turboschnellen Weißbrote in Stangenform, die mit einem ganzen Würfel Hefe nach 1 Stunde Gehzeit in den Ofen geschoben werden, sondern so richtige Baguettes. Mit ganz viel Aroma, röscher Kruste, samtiger Krume und großen Poren. Die, die so schön nach Frankreich schmecken.

Jetzt weiß ich: Kriegt man (Frau) hin!

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Ich habe mich ausgiebig belesen, z.B. im Brotbackform, im Sauerteigforum, im Plötzblog oder bei Ketex.

Man ist sich einig: Gut Brot braucht Weile. Dabei benötigt man für die eigentlich Teilbearbeitung nicht wirklich lange, aber so ein Teig kann schon mal für die Reifung zwei, drei oder noch mehr Tage im Kühlschrank verbringen. Neulich hatte ich den Pizzateig von „Perfekte Pizza.de“  5 Tage im Kühlschrank: Super!

Das Prinzip ist immer gleich: Man benutzt nur eine Winzigkeit Hefe (z.B. 2 Gramm) und gibt dem Teig eine sehr lange Zeit zum Gehen und insbesondere zur Aromagewinnung.

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Von außen ist das Baguette keinesfalls perfekt, weil das Einschneiden für einen Anfänger nämlich extrem schwierig ist.

Hier ist ein ganz tolles Video , das die Technik des Baguette-Formens und Einschneidens zeigt.

Aber jetzt kommt der Anschnitt, auf den ich zugegebenermaßen richtig stolz bin:

 

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Genauso eine Porung hatte ich mir vorgestellt, ist echt topp geworden! Hoffentlich nicht nur Anfängerglück! Grundlage meines Rezeptes war das Präsidentenbaguette aus dem Plötzblog.

Wie immer zwingt mich allerdings irgendeine unsichtbare Macht, ein Rezept keinesfalls  zu 100% zu befolgen. Trotz relativer Ahnungslosigkeit muss ich immer wie unter Zwang irgendetwas ändern. Ich habe es also so gemacht:

Präsidentinnenbaguette 

für 3 kl. Baguettes

290g Dinkelmehl 630

70 g Dinkel 1050

250g Wasser

2g frische Hefe

10g Salz

1/2 TL Honig

1 EL altes Anstellgut, nicht aktiviert, zur Geschmacksgebung

 

Die Zutaten vermengen, 1h Stunde Teilruhe, dabei 3x Stretch and Fold, dann für mindestens 48 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Teig in 3 gleiche Teilen und gemäß dem oben verlinkten Video zu Baguettes formen. Dabei nach dem Aufrollen und dem endgültigen Formen jeweils 30 Minuten Teilruhe gewähren.

Gebacken habe ich im Combidampfgarer. Nach dem Aufheizen kommen die Baguettes auf das heiße Blech und werden wie folgt gebacken:

225 Grad, 100% Luftfeuchte, 15 Minuten

225 Grad, 0% Luftfeuchte , 5 Minuten  ( oder bis zum gewünschten Bräunungsgrad).

Zu Testzwecken habe ich 2 Baguettes in einer gelochten Baguetteform gebacken, das dritte lag frei auf einem gelochten Backblech.

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Die Baguettes aus dieser gelochten Form sind mir zu dünn, das frei gebackene ist viel schöner und auch überhaupt nicht breit gelaufen. Super finde ich, dass beide Bleche nicht gefettet oder gemehlt werden mussten, alle Baguettes lösten sich einwandfrei von der Unterlage.

Wie schade, dass ich euch keine Düfte über den blog schicken kann!

Man liest sich!

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Was tut sie so im Winter???

Sollte mich jemand vermissen: Ich bin in der Küche!

Dummerweise lebe ich meine Experimentierfreude gerade mit Brötchenbacken aus, obwohl ich Getreideprodukte weitgehend meiden möchte.

Sauerteig, das unbekannte Wesen! Zufällig hatte ich in den Tiefen des www einen Artikel darüber entdeckt, wie man sich selbst einen Sauerteig herstellt. Ich stehe ja total auf Mikroorganismen: Waren es in der Kindheit Pantoffeltierchen und Urzeitkrebse, die mich unter dem Mikroskop faszinierten, sind es in meinem Beruf etwas andere Kleinstlebewesen (und glücklicherweise ein um Klassen besseres Mikroskop:-)).

Ooh, und nun kann man allein aus Getreide und Wasser mit viel Geduld Milchsäure- und Essigbakterien sowie natürlich Hefen züchten, die sich in ihrem Zusammenspiel Sauerteig nennen und auch noch sinnvoll eingesetzt werden können? Wie spannend ist das denn bitte? Eine gute Anleitung dafür findet man z.B. hier oder auf besonders unterhaltsame Weise auch hier.

So sieht ein ein fertiger Sauerteigansatz aus, der auf seinen Einsatz wartet:

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Der Fachmann nennt das Zeug übrigens „Anstellgut“. Keine Ahnung, warum das so heißt; vermutlich, weil man damit so allerlei anstellen kann!?

An Brot habe ich mich noch nicht herangetraut, aber Brötchen backen mit Sauerteig ist toll und bringt schnelle Erfolgserlebnisse:

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Meine Erstlingswerke, die Heidekrüstchen nach einem Chefkochrezept. Da mein Sauerteig da noch gaaaanz jung war, sind sie noch nicht so superlocker in der Krume, aber die Kruste war schön rösch. Und dank Brotgewürz in der Zutatenliste schmecken sie würzig und rustikal. Es sind bis jetzt meine Lieblingsbrötchen.

 

Die folgenden hellen Brötchen sind ebenfalls nach einem Rezept vom Plötzblog entstanden. Es nennt sich „Präsidentenbaguette“ und ich habe aus dem Teig einfach Brötchen geformt und wie in allen Rezepten Weizen durch Dinkel ersetzt.


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Hier nochmal das gleiche Rezept, aber mit Dinkel-Vollkornmehl gebacken. Die hinteren habe ich mit dem Schluss nach oben gebacken und als Verzierung Maisgrieß verwendet.

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Die dreieckigen Körnerbrötchen sind „5 Kornfränzchen“ vom Ketex-Blog. Dazu setzt man einen Vorteig und ein Quellstück an. Ich sage euch: es gibt ein wahres Bäckerlatein!

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Und zum Schluss kommen noch die Vollkorn-Körnerbrötchen, wieder von Plötzblog.

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Damit hatte ich heute Stress. Der Teig war super weich, klebte mehr an den Fingern als auf dem Backblech und ließ sich insgesamt sehr schlecht verarbeiten. Das liegt sicher nicht am Rezept, sondern an meiner mangelnden Erfahrung, wie weich oder fest überhaupt so ein Teig zu sein hat. Aber: Erstmals ging der Roggenmischteig allein durch die Triebkraft meines Sauerteiges schön auf und es kam sogar noch ordentlich Ofentrieb dazu.

Gebacken habe ich alle Brötchen im Combidampfgarer auf dem Lochblech. Zunächst für 15 Minuten mit 225 Grad und 100% Dampf, danach für 10 Minuten mit 0% Dampf bei ebenfalls 225 Grad.

Macht mir gerade sehr viel Spaß; sobald es aber Frühling wird, ist mir so eine Backaktion vermutlich zu zeitaufwendig und der Golfplatz ruft dann lauter als der Backofen.

Man liest sich!

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