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Archive for the ‘Stricktechnik’ Category

„Endlich mal wieder ein Stricktipp“, mag so manche treue Leserin denken. Nein, ich stricke aktuell nicht, fand aber neulich ein älteres Foto, was ich hier noch nicht gezeigt habe.

 

Häufig muss man ja beim Stricken nach x Reihen irgendeine Aktion einfügen. Abnehmen, zunehmen, verzopfen etc, und das bitteschön immer nach der gleichen Reihenanzahl.

Zu diesem Zwecke kann man sich in der Runde, die z.B. nach der Verzopfung kommt, einen etwa 15 cm langen Faden einfach zwischen 2 Maschen legen und darüber stricken. Hält man dann nach einigen Runden das Strickstück vor einen hellen Hintergrund, kann man die gestrickten Reihen leicht an der Anzahl der übereinander liegenden Fäden abzählen.

Den eingelegten Faden muss man erstmal nicht entfernen, sondern kann das eine Ende beim nächsten benötigten Einsatz einfach von vorne nach hinten (oder umgekehrt) legen, dann geht der Faden auch nicht mehr so leicht verloren.

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Elastisches Abketten

Für das Abketten von Toe-up Socken verwende ich immer die Methode, die ich meiner Basic-Toe up Anleitung beschrieben habe. Durch den Kommentar von Anita bin ich auf dieses Video von Cat Bordhi getoßen:

Kling viel versprechend, oder?

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RVO-Rechnerei Teil II

Die Mühe einer Maschenprobe lohnt sich, wie wir gleich sehen werden!

Nach diesen Berechnungen habe ich meine Strickerei gestartet. Sobald die Raglannaht in etwa die Hälfte der anvisierten Länge erreicht hat, mache ich immer eine Zwischenmessung und kontrolliere, ob praktisch das eintritt, was ich mir  theoretisch überlegt habe.

Hier war klar, dass ich die anvisierte Maschenzahl für den Ärmel nicht ganz erreichen werde, wenn ich weiterhin abwechselnd in jeder 2. und 4. Reihe zunehme. Also wurde ab sofort in jeder 2. Reihe bds. eine M. zugenommen. Mit der zu erwartenden Weite für Vorder- und Rückenteil war ich zufrieden.

Sobald die Raglannaht 26 cm Länge erreicht hat, werden die Ärmel stillgelegt und nun die Rumpfweite erneut gemessen. Hier ist jetzt viel Platz für Anpassungen: Es macht nichts, wenn 10cm Weite fehlen, man nimmt die Maschen dann jetzt unter den Armen zu.

Der Vergleich mit einer gut passenden gekauften Jacke zeigt: Kommt doch ganz gut hin.

Damit sind die Berechnungen auch schon durch, ab jetzt werden Anpassungen nur noch nach Anprobe vorgenommen. Körper zu eng? Im Bereich der fiktiven Seitennaht hin und wieder Maschen zunehmen. Taillierung gewünscht? Richtig: Es müssen Maschen abgenommen werden, entweder im Bereich der Seitennaht oder rechts und links der hinteren Mitte.

RVO Stricken ist so stressfrei! Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, braucht man nie wieder eine Strickanleitung, ist das nicht wunderbar?

Wer  noch gar keine Erfahrung mit dem Top-down Stricken hat, findet hier mein RVO-Tutorial.

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Sorry für den halbfertigen Artikel gestern, aber immerhin geriet er ja noch zum großen Lacher!

Ich fasse zusammen: Die Maschenprobe aus dem Beispiel hatte vor dem Waschen 20M x30R =10×10 cm und nach der Wäsche 20M und 25R= 10×10 cm. Das bedeutet natürlich, dass der fertige Pullover nach der Wäsche länger als gewünscht sein wird .

Ausführliche Erklärung für alle, die meinen, der Pullover würde kürzer:

30R geben vor der Wäsche 10cm Pulloverlänge. Wenn der Pullover 60cm (vor der Wäsche) lang sein soll, stricke ich dafür 6×30=180Runden.

Nach der Wäsche habe ich ja immer noch 180Runden gestrickt. 25 Runden sind 10cm, dann sind 180 Runden nach Dreisatz 10×180/25=72cm! Also Sack!

Wie eine Kommentatorin schrieb: Ist beim RVO nicht so schlimm, kann man ja wieder abribbeln. Stimmt, ist aber unnötige Arbeit, wenn man sich vorher mit der MaPro beschäftigt hat. Viel schlimmer wäre das Dilemma z.B. bei einem eingesetzten Ärmel, den kann man nicht so einfach kürzen.

Was will mir das nun sagen, wenn ich vorher berechnet habe, dass der gewaschene Pullover um genau 20% länger wird? Genau, ich muss ihn um 20% kürzer stricken und es darf mich bei der Anprobe nicht stören, dass ich vor der Pulloverwäsche darin aussehe wie ein Notkonfirmand! Im Klartext: Soll das fertige Teil ein endgültige Länge von 60cm haben, darf ich ihn nur 50cm lang stricken und vertraue dann darauf, dass der Rest in der Wäsche erledigt wird.

Diese Verlängerung um 20% ist übrigens keine Phantasiegeschichte, genau das ist mir passiert mit einem ungewaschenen und gewachsten Garn von ColourMart.

Analog gelten diese Überlegungen natürlich für MaPros, die ihre Maße in der Breite ändern. Da muss man die Nerven haben und den Pullover zu eng stricken, wenn er nach der Wäsche die gewünschte Passform haben soll.

Ich möchte gern in etwa so ein Mr.Greenjeans- Modell stricken. Die Passform gefällt mir allerdings gar nicht, mein Garn ist anders und meine Figur auch. Ich kümmere mich also gar nicht um die Zahlenangaben in der Anleitung, sondern führe eigene Berechnungen durch.

Bei Damen wird im allgemeinen für den rückwärtigen Ausschnitt eine Breite von 15cm veranschlagt, was bei meiner MaPro 27 M entspricht. Für jeden Ärmel nehme ich 1/4 dieser Maschenzahl, also 2×7, für jedes Vorderteil 1 M (also 2×1 noch dazu) und für die 4 Raglannähte insgesamt 8 M. Folglich muss ich 51 M anschlagen.

Der Oberarmumfang der Jacke soll 32 cm betragen, das entspricht 57M. 7 M sind im Ärmelabschnitt schon vorhanden, also muss ich 50M verteilt auf die Raglanlänge zunehmen. Pro Reihe werde ja in der Ärmelsektion je 2 M zugenommen, also brauche ich 25 Zunahmereihen, um 50M zuzunehmen.

Die Raglanlänge ist bei Damen etwa 26 cm, das entspricht mit meiner MaPro  76 Reihen( der Einfachheit halber rechne ich mal mit 75 Reihen). 25 Zunahmereihen muss ich auf 75Raglanreihen verteilen, d.h., ich sollte jede 3. Reihe zunahmen. Das bedeutet aber, dass ich auch in den Rückreihen Zunahmen hätte, was ich natürlich nicht will. Also nehme ich immer abwechselnd einmal in der 2. und einmal in der 4. Reihen zu. Das betrifft aber nur die Ärmel, an allen anderen Raglannähten wird in jeder Hinreihe zugenommen.

Da ich einen tiefen V-Ausschnitt erzielen möchte, nehme ich an den beiden Außenkanten in jeder 6.Reihe je 1 M durch kfb zu.

Los geht’s:

So strickt frau nun erstmal sorglos vor sich hin, bis die Raglanlänge von 26cm erreicht ist.

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ssk improved?

Schon öfter mal gelesen, aber nie selbst probiert: Das verbesserte ssk, das eine noch bessere nach links geneigte Abnahme produzieren soll als das ssk.

(Wer gar nicht weiß, was ssk ist, kann sich dazu hier ein Video anschauen. Im deutschen Sprachraum ist als Spiegelbild für „2 M re zusammen stricken“ eher eine überzogene Abnahme üblich, aber ssk sieht deutlich besser aus. )

Ergebnis meines wissenschaftlichen Experimentes:

Hier hatte ich immer eine Randmasche gearbeitet, dann im unteren Bereich ssk herkömmlich und im oberen Bereich ssk improved.  Ich seh‘ keinen Unterschied! Also noch eine Probe mit 3 Randmaschen und dann ssk:

Fazit: Unterschied statistisch nicht signifikant. Vielleicht lag’s daran, dass der Studienaufbau weder doppelblind, noch prospektiv noch randomisiert war???

Auf gut Deutsch: ssk improved kann man machen, aber muss man nicht!

Wie es geht? Bei ssk wird eine M re abgehoben, dann eine 2. M rechts abgehoben, beide M zurück auf die linke Nadel und rechts verschränkt zusammen stricken.

Für ssk improved: 1 M re abheben, 1 M li. abheben, beide M zurück auf die linke Nadel und re verschränkt zusammen stricken.

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…wären hilfreich gewesen bei der Erstellung dieses feinen Sockenmodells. (Forscherdrang tut es auch!)

Die geniale Idee zu diesen Socken mit dem Namen „Kiellinie“  hatte jancacha, ihre Anleitung ist frei über Ravelry erhältlich.

Die Originalanleitung ist für Gr.44 geschrieben, für kleinere Größen sind am Ende einige Hilfestellungen angefügt. Ich hatte 7 größere Ribbelaktionen, damit es mit dem Muster passt, damit die Passform gut ist, damit alles gut aussieht…

Die Mühe hat sich wirklich gelohnt, ich bin richtig stolz auf diese tollen Socken. Das ist doch mal was ganz anderes von der Konstruktion her und die Passform ist perfekt.

Beim Stricken des 2. Sockens werde ich meine Maschenzahlen genau mitschreiben und hier bloggen, vielleicht möchte ja außer mir noch jemand die Damengröße stricken!?

Das Garn ist eines der Geschenke von Susanne aus dem „Atelier Handwerk“. Farbmutig, wie ich bin, habe ich zuerst das grasgrüne mit den knallblauen Akzenten angestrickt. Sieht doch super aus!

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Ein Fehler in einem Zopfprojekt? Viele Reihen tiefer? Pulsschlag dramatisch erhöht?  Hier kommt Hilfe!

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