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RVO-Rechnerei Teil II

Die Mühe einer Maschenprobe lohnt sich, wie wir gleich sehen werden!

Nach diesen Berechnungen habe ich meine Strickerei gestartet. Sobald die Raglannaht in etwa die Hälfte der anvisierten Länge erreicht hat, mache ich immer eine Zwischenmessung und kontrolliere, ob praktisch das eintritt, was ich mir  theoretisch überlegt habe.

Hier war klar, dass ich die anvisierte Maschenzahl für den Ärmel nicht ganz erreichen werde, wenn ich weiterhin abwechselnd in jeder 2. und 4. Reihe zunehme. Also wurde ab sofort in jeder 2. Reihe bds. eine M. zugenommen. Mit der zu erwartenden Weite für Vorder- und Rückenteil war ich zufrieden.

Sobald die Raglannaht 26 cm Länge erreicht hat, werden die Ärmel stillgelegt und nun die Rumpfweite erneut gemessen. Hier ist jetzt viel Platz für Anpassungen: Es macht nichts, wenn 10cm Weite fehlen, man nimmt die Maschen dann jetzt unter den Armen zu.

Der Vergleich mit einer gut passenden gekauften Jacke zeigt: Kommt doch ganz gut hin.

Damit sind die Berechnungen auch schon durch, ab jetzt werden Anpassungen nur noch nach Anprobe vorgenommen. Körper zu eng? Im Bereich der fiktiven Seitennaht hin und wieder Maschen zunehmen. Taillierung gewünscht? Richtig: Es müssen Maschen abgenommen werden, entweder im Bereich der Seitennaht oder rechts und links der hinteren Mitte.

RVO Stricken ist so stressfrei! Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, braucht man nie wieder eine Strickanleitung, ist das nicht wunderbar?

Wer  noch gar keine Erfahrung mit dem Top-down Stricken hat, findet hier mein RVO-Tutorial.

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Modell: Ingrid Cardigan von Jeri Riggs

Anleitung als kostenpflichtiger Ravelry download

Material: Gedifra fashiontrend uni, 600g, Nd. 4.5

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„Top down, set in sleeves“ ist die Devise, also eine Jacke von oben gestrickt mit eingestrickten Ärmeln.Völlig nahtlos in einem Stück gearbeitet, um jeglicher Näharbeit zuvor zu kommen.

Anleitungen dazu gibt es in der englischen Literatur viele, z.B. „Knitting from the Top„, Follow the Leader Aran, The Tailored Sweater und Custom Knits. An jeder Methode hatte ich aber etwas zu kritisieren, so dass ich eine Mischung aus allen Anleitungen gebastelt habe.

Grundlage war eine diesmal wirklich große Maschenprobe, die als Ausgangspunkt für umfangreiche Berechnungen diente. Die Strickerei selbst ist deutlich komplizierter als ein Raglan von oben, das muss irgendwie noch optimiert werden.

Ebenso schreit das „underarm shaping“ und die Zunahme-Technik dort nach Verbesserung. Ich habe die Maschen dort durch Aufstricken zugenommen, was einen zu lockeren Rand produziert. Weiß jemand, ob knit f&b besser funktioniert?  Ferner habe ich dort 8×1 und 1×5 Maschen zugenommen, was keine schöne Rundung ergibt.

Die Maschen für den Ärmel habe ich am fertig gestellten Rand des Armloches aufgenommen und mit Hilfe von verkürzten Reihen in Form gebracht. Das ging überraschend einfach und scheint auch gut zu sitzen.

Nächste Herausforderung an dieser Jacke sollen „bust darts“ sein; Brustabnäher, um die Passform im Bereich der Brust zu verbessern. Die short rows waren schon montiert, saßen aber nicht an anatomisch korrekter Stelle.

Ich werde berichten!

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