Dieses Mal muss ich unbedingt bei Frau Blasebalgs Wochenaktion mitmachen, in der gerade Stories zum Thema “Unglaublich” gefragt sind. Uuuuhund heute Morgen ist mir was Unglaubliches passiert:
Ich komme gerade aus einer Bäckerei, als mich ein Obdachloser anspricht:” Ha’m Se mal ‘nen paar Cent für’n Brötchen? Ich hab so’n Hunger!” . Ich antworte:”Nen paar Cent nicht, aber ich hole Ihnen ein Brötchen”. Gehe in den Laden, kaufe ein Vollwertbrötchen und gebe es ihm. Drehe mich um und sehe gerade noch im Augenwinkel, wie die Tüte samt Inhalt im Papierkorb verschwindet.
Vielleicht mehr Durst als Hunger? 



Ohne Worte. Ich breite lieber den Schweigen darüber, was ich an Deiner Stelle als Reaktion auf den Wegwurf getan hätte. Könnte einen Straftatbestand erfüllen…
*g LG Arlene
unglaublich, allerdings!
(ich glaube, ich wäre auch ausgetickt)
oh, das ist meiner mutter mal passiert… sie hatte einem bettler, der geklingelt hatte, ein brötchen mit schinken und käse zubereitet und er hat es auch weggeschmissen. da ist man wohl sprachlos.
Hi Ingrid
ja das ist ja oberhappig. nein aber auch. Tja so lernt man. Da hätte ich wohl dumm geguckt. Grüsse Marlies
Liebe Ingrid,
ich sehe in dieser Situation einen schwer alkoholkranken Menschen, dessen Sucht ihn zu Dingen treibt, die völlig unnatürlich sind, denn jeder klar denkende Mensch würde ja das Brötchen trotzdem essen, obwohl im Geld lieber gewesen wäre. Mir tut dieser Mann und sein Leben wirklich leid….sieh es mal so, dich hat es unter einem Euro gekostet, du gehst in dein Zuhause, nimmst dir was aus dem Kühlschrank und legst dich in eine warmes sauberes Bett. Ihn aber hat das Leben in eine Situation gebracht, die unmenschlich ist und niemand von uns möchte mit ihm tauschen. Denn freiwillig wird wohl nicht so leben wollen……….
Liebe Grüße Andrea
@Andrea
Wir wissen nicht, was diesen Obdachlosen in die Situation gebracht hat, aber zumindest ist der Alkohol ein Teil dessen. Denn dafür wollte er das Geld.
Jeder Euro der dafür ausgegeben wird ist einer zuviel !
Er hätte den Kauf des Brötchens ja dankend ablehnen können ! Eßbares wo nix dran ist wegzuschmeißen halte ich für eine “Todsünde” (und nicht nur unter religiösem Aspekt), sondern auch weil ich in einer ähnlichen Situation bin wie der Odachlose, nur ohne Alkohol und deswegen nicht obdachlos.
Also, mir geht die tägiche Bettelei auf meinem Weg zur Arbeit und zurück (fahre mit Öffis) gehörig auf den Senkel! Die senden pausenlos SOS und mißbrauchen damit ein Notsignal. Menschen, die wirklich mal Hilfe brauchen, können oft gar keinen mehr finden, der ihnen einfach mal sagt, welcher Bus gerade kommt (weil sie zum Bsp. selbst nichts mehr sehen können).
Schlimmer finde ich aber Leute, die den Dauer-Bettlern Geld geben an dem einen Tag, an dem sie mal im Bahnhof sind und Leute wie ich, die jeden Tag da lang müssen, dürfen täglich Spießrutenlaufen durch Reihen von Bettlern und sich beschimpfen lassen, wenn sie nichts geben. Kriege ich vielleicht mein Geld geschenkt?
Am Montag sitze ich nach einem 10-Stunden-Tag endlich am Bahnhof, glücklich endlich das Strickzeug in die Hand nehmen zu können (hab’s immer dabei) und so ein Typ quatscht mich von der Seite an und GEHT NICHT MEHR WEG. Er quasselt und quasselt und je ungeduldiger ich werde, desto lauter und beleidigender wird er. Es endet damit, daß ich aufstehe und in die Bahnhofshalle Richtung Schalter/Beamte gehe und im Weggehen muß ich mir noch “Schlampe, geh mal zum Psychiater!” anhören. Dabei habe ich kaum was gesagt, außer daß er mir auf den Keks geht und mich in Ruhe lassen soll.
Davon abgesehen helfe ich Menschen und Tieren in Not sehr gerne. Ich mache mir aber die Mühe, nach diesen zu suchen. Die, die ständig nach Geld rufen, sind sicher nicht die, denen es schlecht geht, denn betteln klappt ja noch!